Ich bin Christiane Weidringer, Puppenspielerin aus Erfurt.

Mit dem Figurentheater habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Geschichten erzählen und spielen in einer Welt voller Phantasie. Den Beruf der Figurenspielerin lernte ich in mehreren Etappen: Beim Hohnsteiner Puppentheater Harald Schwarz, im Figurentheaterkolleg Bochum, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Fachbereich Figurentheater, als Ensemblemitglied des Puppentheater Waidspeicher und durch meine Arbeit als freie Spielerin, Szenografin und Kostümbildnerin.

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu meinen Stücken für Kinder und Erwachsene sowie die aktuellen Spieltermine. Natürlich können Sie mich auch mit einem meiner Stücke einladen. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und Entdecken.

Vita
  1. 2019

    Schneeflöckchen

    Die Liebe zu Volksliedern brachte mich auf eine Spur, der ich nachging. Sie führte mich über das Kinderlied „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ zu der Autorin des Liedes, Hedwig Haberkern, und ihrer „Geschichte von der Schneewolke“. Als Kindergärtnerin war es für sie besonders wichtig, die Kinder mit ihrer Liebe zu den kleinen Dingen am Wegesrand ernst zu nehmen und sie zu bestärken. So sind drei kleine Schneeflöckchen die Hauptfiguren. Sie erleben, wie die Kinder, drei Geschichten: Aufmerksam, bedächtig und humorvoll.

  2. 2019

    Der Duft von Paris

    Singen und Geschichten Erzählen. Ein Traum wird wahr!

  3. 2018

    Die Zauberflöte

    Nach vielen Stücken mit Schauspiel und wenigen Figuren hatten wir wieder Lust auf Puppentheater. Und Lust auf Musik. Es sollte ein Stück für Erwachsene sein. Bei einem Besuch im Mozarthaus in Wien war es klar: Die Zauberflöte. Für eine Spielerin grenzt es an Überforderung und so entstand die Rolle der Souffleuse, die zwar eine eigene Vision von ihrer Zauberflöte hat, aber weder mit der Komplexität einer Puppenbühne noch mit der Eigenwilligkeit der Darsteller gerechnet hat... ein Spaß, der nur im Puppentheater gelingt.

  4. 2017

    Das hässliche kleine Entlein

    Auf der Suche nach einer neuen Kinderstück-Idee und der Beschäftigung mit dem Kind sein, mit Träumen, Sehnsüchten und Ängsten kamen wir auf diese wunderbare autobiografische Geschichte von Hans Christian Andersen.

    Diese ist, wie die meisten Kunstmärchen, nicht leicht für Kinder auf die Bühne zu übertragen. Wenig Aktion, viel Emotion. Das kleine Entlein fühlt sich in seiner eigenen Familie fremd und macht sich auf die Suche nach seiner Identität. Wir setzen, überraschend erfolgreich, auf starke Bilder und viel Musik.

  5. 2016

    Dracula

    Die fünfte Inszenierung mit dem „Dreamteam der Thüringer Theaterlandschaft“ brachte zwei Neuerungen: Zum einen Livemusik mit dem Weimarer Musiker Andreas Kuch, wodurch uns ganz neue Spielmöglichkeiten eröffnet wurden. Der Dialog mit einem leibhaftigen Musiker auf der Bühne erlaubt Slapstick, Improvisation und Interaktion. Zum anderen Film-Projektionen auf der riesigen Rückwand des Erfurter Angermuseums. Damit wurde aus diesem Stück ein wahrhafter Blut-Rausch der Bilder, der Musik und der Emotionen.

  6. 2014

    Daumesdick

    Es gibt viele Märchen von großen Helden. Wir machten uns auf die Suche nach einem kleinen Helden, der auf Augenhöhe mit den Kindern steht. Ein weniger bekanntes Märchen aus der Grimmschen Sammlung. Doch wie zeigt man eine daumengroße Figur auf der Bühne? Wir vergrößern ihn auf sichtbare Dimensionen und setzen ihn in eine Welt voller riesiger Figuren und Gegenstände.

  7. 2014

    Schlamassel

    Bei Bauarbeiten 1998 wurde in Erfurt der umfangreiche Schatz einer jüdischen Familie gefunden, darin einer der in Europa einzigartigen Hochzeitsringe. Dieses Fundstück wurde für uns zur Fundgrube. Eine Vergrößerung des Ringes wurde als Bühnenbild hergestellt und ich trug über zwei Jahre jüdische Hochzeitsgeschichten zusammen. Nun zerlegten wir den Ring in einzelne Bausteine, in denen die Geschichten spielen. Und am Ende schließt sich der Ring wieder, sowohl inhaltlich als auch formal.

  8. 2013

    Die Weihnachtsgeschichte

    Der Regisseur Harald Richter hatte Lust, auch einmal Spieler zu sein und suchte sich dafür seinen Lieblings-Klassiker „Die Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens aus. Ich erarbeitete anhand eines Modells die Bild-Dramaturgie für dieses anspruchsvolle und vielschichtige Werk und wir merkten schnell, dass die Umsetzung mit unterschiedlichen Puppenarten geradezu ideal ist für die Darstellung sowohl der drei Geister wie auch der drei Zeiträume Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, durch welche der geizige Scrooge geläutert wird.

  9. 2011

    Pieps!

    Bei einem Gastspiel im Fröbelkindergarten Eisenach fiel mir ein Flyer in die Hände. Darauf abgebildet war Spielzeug aus Holz: Ein roter Kubus, eine grüne Kugel, ein blauer Würfel, eine gelbe Scheibe, ein orangefarbener Ring. Diese Bausteine sollten die Fantasie der Kinder anregen. Und mich regten sie an zu einem neuen Stück. Die passenden Geschichten fand ich schnell und gab ihnen Raum in Kiste, Rohr und Tonne. So entstand „Pieps! Lustige Tiergeschichten“

  10. 2011

    Odyssee

    Das vierte Stück mit dem erfolgreichen Team Richter/Tkacz/Weidringer/Mitschke-Exner/Kaufmann. Die ungeheuerliche Reise des Odysseus auf der einen, das Warten seiner Frau Penelope auf der anderen Seite. Ein Kaleidoskop der Bilder und Emotionen. Erneut erfanden wir ein verwandelbares Bühnenobjekt: Ein überdimensionales Bett, das sich durch Drehen und Kippen in die Höhle des Polyphem, in das Schiff und in viele weitere Schauplätze dieses Reiseabenteuers verwandeln lässt.

  11. 2010

    Dinner for One

    Wenn Verwandte und Freunde runde Geburtstage feiern, ist es immer schwierig, passende Geschenke zu finden. Wir wählten einen Klassiker und ernteten damit auf so mancher Feier viel Applaus. Natürlich boten wir dieses „Dinner for one“ nach ausreichend privaten Übungsauftritten auch zu Silvester an.

  12. 2010

    Till Eulenspiegel

    Er war fast in jeder mittelalterlichen deutschen Stadt, so auch in Erfurt. Meistens werden seine Geschichten Kindern erzählt. Eigentlich sind es aber Episoden für Erwachsene. Doch wie kann eine Spielerin diesen mittelalterlichen Spaßmacher spielen? Augen auf und suchen. Ein Hörbuch aus Braunschweig, in dem ein „Original“ in alter niedersächsischer Mundart Schwänke wiedergibt, war Inspiration und Geburtshelfer für „Mutter Witgen“ (Mutter Witz). Eine freche Theaterfigur, die mindestens genauso respektlos, aber vielleicht ein bisschen charmanter ist als ihr Sohn Till.

  13. 2009

    ...und ewig lockt der Berg!

    Nach dem Erfolg unseres ersten Petersbergstückes recherchierten und erfanden wir neue Geschichten über die Entstehung und Entwicklung der Stadt Erfurt in der bewährten Zusammenarbeit Richter/Seibt/Weidringer/Ruch/Kaufmann. Wie in unserem ersten Stück spielten wir beide die drei Schicksalsgöttinnen. Die unsichtbare Zukunft behaupteten wir als dritte, natürlich unsichtbare, Mitspielerin. Und wieder gelang es uns, sowohl die Erfurter als auch die Besucher der Stadt mit diesem kurzweiligen Stück auf den Hausberg, den Petersberg zu locken.

  14. 2008

    Don Quichotte

    Das dritte und vielleicht erfolgreichste Stück mit dem Parzival-Walhall-Team. Wer kann diese wahnsinnige Geschichte erzählen? Es müssen genau so verrückte Figuren sein, wie Don Quichotte und Sancho Pansa. Aus dem Kokon der kreativen Verknüpfung entschlüpften schließlich zwei Figuren: Prinzipal und Prinzipalin einer Theatertruppe aus dem tiefsten Kasachstan. Sie haben nicht nur ihre Mitspieler verloren sondern auch die Musikinstrumente und Figuren. Mit leeren Instrumentenhüllen und einigen wenigen Requisiten spielen sie ums Überleben. Und dabei machen sie das Unmögliche möglich.

  15. 2007

    Die Regentrude

    Das Märchen von Theodor Storm ist eine Kindheitserinnerung des Regisseurs Harald Richter. Für die Umsetzung dieses komplexen Kunstmärchens suchten wir nach einer optisch eindringlichen Bühnenlösung und erfanden ein Wendekostüm: Die sandfarbene Hülle des alten Weidenbaums, in welchen die Kinder Maren und Andrees hinunter steigen, verwandelt sich durch Umstülpen in das farbenfrohe Kleid der Regentrude.

  16. 2007

    Der Berg ruft!

    Die Lust auf eine Spielpartnerin führte zu der Schauspielerin und Puppenspielerin Annette Seibt, mit welcher der Regisseur Harald Richter bereits einige Stücke erfunden hatte. Die Kostüm- und Bühnenbildnerin Coco Ruch, die durch Annette Seibt mit in unser Produktionsteam gebracht worden war, brachte neue bildnerische Impulse. K.C. Kaufmann animierte uns zum Singen, sodass wir auch bei diesem Stück auf Musikkonserve verzichten konnten. Thema war die Entstehungsgeschichte der Stadt Erfurt. Als Spielort wählten wir den Petersberg, dort, wo alles begann...

  17. 2005

    Fünf im Handschuh

    Zum traditionellen Erfurter Märchenfest 2002 wurde ich angefragt, ein russisches Märchen zu zeigen. „Mascha und der Bär“ entstand, ein Stück für die ganze Familie mit Puppen und Erzählelementen. Die Art, eine Geschichte zu präsentieren, gefiel allen so gut, dass nach und nach vier weitere russische Märchen dazu kamen und schließlich der Handschuh gefüllt war.

  18. 2005

    Ärger auf Walhall

    Das zweite Stück mit dem bewährten Team Richter/Tkacz/Weidringer/Mitschke-Exner/Kaufmann. Wir wählten als Thema die Germanischen Göttersagen, eine Geschichte vom Werden und Vergehen der Welt. Welches Spiel-Material passt zu diesem Inhalt? Suchen und Er-Finden. Papier! Restrollen von Zeitungspapier für Riesen, Zwerge und eine das gesamte Publikum umschließende Mitgardschlange. Blumenpapier, mit dem man wunderbare Figuren und Kopfbedeckungen formen kann. Und am Ende eine riesige Papierschlacht, in der alles ins Publikum und wieder zurück geworfen wird. Wieder einmal gelang es uns, die vierte Wand der Bühne zu durchbrechen und die Zuschauer ins Geschehen mit einzubeziehen.

  19. 2004

    Die neue Melusine

    Ein wunderschöner Garten in Weimar, drei Orte zum Verweilen mit geschmackvollen Garten-Stühlen und -Tischen und die Suche nach einem neuen Stoff für ein Theaterstück im Freien. Das waren die Motivationen für dieses „Reisegeschichtchen“, wie Johann Wolfgang v. Goethe seine neue Melusine nannte und die wir in drei Stationen im Garten des Kirms-Krackow-Hauses in Weimar für ein exklusives Publikum von 60 Personen auf die Naturbühne brachten.

  20. 2003

    Tischlein deck dich

    Wer sich mit der Handpuppe beschäftigt, merkt schnell, dass einem mit zwei Händen Grenzen gesetzt sind. Und so reduzierten wir bald die drei Brüder aus dem Grimmschen Originalmärchen auf einen Sohn. Doch was als Sparmaßnahme begann, entpuppte sich bald als inhaltliche Botschaft. Nun ist es Hans, der zweimal vom bösen Wirt hereingelegt wird, aber beim dritten Mal aus Erfahrung klug geworden ist.

  21. 2002

    Parzival

    Das erste Stück mit meinem ehemaligen Puppentheater-Waidspeicher-Kollegen Klaus Tkacz, dem Regisseur Harald Richter, dem Musiker K.C. Kaufmann und den Ausstattern Ulrike Mitschke und Simon Exner. Mit diesem Stück begründeten wir einen Theaterstil, den wir in den folgenden Jahren erfolgreich weiter entwickelten, noch ganz ohne Musik aus der Konserve, mit einem genial wandelbaren Bühnenobjekt und einer unverwechselbaren Mischung aus Erzählen, Schau- und Figurenspiel. Mit dieser Inszenierung gewannen wir den „Wandertheaterpreis“ beim Herbst- und Weinfest in Radebeul. Es ist unser erster und einziger Preis, über den wir uns besonders freuten, da wir ihn von keiner Jury, sondern vom Publikum erhielten.

  22. 2001

    Peronnik

    2001: Das diesjährige Thema des Erfurter Märchenfestes ist: „Ketzermärchen aus Frankreich“, anspruchsvoll und ein bisschen sperrig. Die Empfehlung: „Peronnik, der Einfältige“. Dieses Märchen aus der Bretagne fanden wir so wortgewaltig, dass wir es ohne Puppen als reine Erzählung erarbeiteten. Das Cello als Begleitinstrument passt zur Dramatik, Tiefe und Emotionalität wie auch das Singen und Summen von alten bretonischen Melodien. Ein Erlebnis für die Ohren!

  23. 2000

    selbstständig

  24. 1996 - 2000

    Engagement am „Puppentheater Waidspeicher“ in Erfurt

  25. 1993 - 1996

    Freie Puppenspielerin

  26. 1989 - 1993

    Figurentheaterstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

  27. 1988 - 1989

    Kurse am deutschen „Institut für Puppenspiel“ in Bochum

  28. 1987 - 1988

    Spielerin am „Hohnsteiner Puppentheater“ Harald Schwarz in Essen

  29. 1983 - 1987

    Studium Kunstgeschichte an der Christian-Albrecht-Universität Kiel