Pressestimmen: Werdegang


Studium


"Vorgestern noch Paris"

(Gisela Ulrich, Theater der Zeit, Februar 1992)
" . . . ihre geradezu artistische Fähigkeit, mit den Beinen in einen Mantel zu kriechen und aus dem toten Material einen lebendigen Mann auferstehen zu lassen, der sich einer kleinen, mit Eleganz und Präzision geführten Gliederpuppe zuwendet, natürlich nicht auf Dauer, wie die Abkehr vom Objekt zeigt. Christiane Weidringer in der Rolle einer Dame, die mit zahlreichen Gepäckstücken und einem zerknüllten Brief auf Reisen ist, operiert mit Hilfe von zwei langen Stäben die Puppe aus dem Mantel-Mann heraus. Am Ende hängt auf der Bühne ein leerer Mantel, dem sie, nochmals zurückkehrend, ein paar Damenschuhe unterschiebt."

Diese Gliederpuppe dient nun als Logo für das Figurentheater Christiane Weidringer


"sofort, gnädige frau"

Als Diplomarbeit entstand in Zusammenarbeit mit Katharina Wibmer und Ulrich Reuter das Stück "sofort, gnädige frau", eine Bild-Musik-Text-Kollage.

(DAS ANDERE THEATER, 24/1996)
" . . . Weiblichkeit als ein Artefakt, als eine künstlich hergestellte, konstruierte, Schein-Identität, die sich jederzeit auflösen oder verändern läßt."


(Esther Härtel, Kieler Nachrichten)
"Ein Bühnenbild wie ein Gemälde von Magritte: Graue Wände im schrägen Winkel, blutrote Lampen, ein weißer Stuhl und an einer Gardinenstange ein ballonartiges Gebilde aus Stoff und Gummiruten. Der schlaffe Kokon ist das Herzstück des Einakters "Sofort, gnädige Frau!". In einer Mischung aus Schauspiel und Figurentheater spielt Christiane Weidringer ein Dienstmädchen, das einer unsichtbar fordernden Herrin blind ergeben ist. Die rasanten Metamorphosen des Kokons, denen Werner Lolls Klavierspiel Dramatik verleiht, heben die Trennung zwischen den gegensätzlichen Rollen auf: War eben noch Schirm, Teetisch oder Kochtopfdampf, so kreiert Frau Weidringer aus dem sperrigen Material einen gigantischen Reifrock, ein Schleiergewand, eine Spinne, die sich an der Wange ihrer Schöpferin festsaugt: Die Dienerin als Gefangene selbstgeschaffener Zwänge?"

Mit beiden Stücken bekam Christiane Weidringer zahlreiche Einladungen zu Festivals in Deutschland, Frankreich, Italien und Portugal.


"Dornroeschen"

Von 1993 - 1996 folgten drei Jahre theatralischer Wanderschaft mit Gastspielen u. a. mit dem Kinderstück "Dornröschen" (Regie: Kristiane Balsevicius)

(Kieler Nachrichten 15. 12.1994)
"Lautes Gelächter gab es bei den Knirpsen, als plötzlich ein Frosch in der Badewanne der Königin auftauchte . . . entsetzte Blicke, als die 13. Fee ihren Fluch aussprach . . . erleichtertes Aufatmen, als die 12. Fee das Unheil gerade noch einmal abwenden konnte. So ein Märchen kann halt ganz schön spannend sein..."



Waidspeicher


"Das Entchen"

Von 1996 - 2000 war Christiane Weidringer als Spielerin am Puppentheater Waidspeicher in Erfurt engagiert. Sie begann mit dem Kinderstück: "Das Entchen" (mit Kirsten Röhrs, Regie: Paul Olbrich)

(bp, TLZ)
"Am liebsten wären gestern die vier- und fünfjährigen Zuschauer im Puppentheater Waidspeicher noch ein bißchen dageblieben. Zu gut hatte ihnen die Premierengeschichte vom verlorengegangenen Entchen Kati gefallen, zumal sie alle der ratlosen Christiane beim Suchen helfen durften. Kati, das vorwitzige Entchen, wird von der listigen Frau Fuchs gestohlen. Christiane ist ratlos, bittet die Schnecke um Hilfe - die ist zu langsam. Der Hase schwingt zwar große Reden, ist aber ein richtiger "Angsthase", wie die Knirpse sofort feststellen. Und auch dem obdachlosen Igel, dem die Füchsin das Haus stahl, erzählen sie sofort, was es mit der ganzen Aufregung um`s verschwundene, gelbe Wuschelentchen mit dem lustigen Federbüschel auf dem Kopf auf sich hat. Da hatte Puppenspielerin Christiane Weidringer zu tun, die schauspielerischen Fäden in der Hand zu behalten. Eine Aufgabe, die ihr in der gestrigen Premiere mit Bravour gelang."


"Der Sturm"

3 Es folgte das Stück für Jugendliche: "Der Sturm"

(Michael Plote, Freies Wort)
"Shakespeares Geschichte ist auf weniger als eine Stunde Spielzeit reduziert worden . . . Der Mantel des Erzählers dient einmal als Segel, wird zum blauen Meer und schließlich zum einsamen Inselplateau, das an vier Enden aufgehängt mitten über der Bühne schwebt. Hier ist Raum für die Phantasie der Kinder und für die Spielfreude der beiden Puppen-Schauspieler-Erzähler Christiane Weidringer und Heiki Ikkola . . ."


"Heinrich V"

Und wieder für Jugendliche: "Heinrich V"

(rk, Erfurter Wochenblatt)
"Das spannungsreiche, poesievolle Spiel, das der Leiter des Kinder- und Jugendtheaters Havanna, Eddy Socorro, gradlinig und mit großem Einfühlungsvermögen inszenierte, scheint den drei Darstellerinnen auf den Leib geschneitert zu sein.(Susanne Olbrich, Susanne Peschel, Christiane Weidringer) Sie überzeugen in den jugentlich-naiven Szenen ebenso wie in den dramatischen, agieren mit spürbarer Freude und geben ihren kleinen Helden so viel Leben ein, daß man oftmals vergißt, wer jenen zu Stimme und Bewgung verhilft . . . "