Pressestimmen: "Till Eulenspiegel!"


(diehallos Thüringen, 27.03.2010)"Wo ist Till Eulenspiegel? Noch stellen sich Christiane Weidringer und Regisseur Harald Richter vom Erfurter Theatersommer diese Frage im Rahmen der Probenarbeit. Am 8. Juli 2010 wird sie öffentlich: dann hat "Till Eulenspiegel" im Innenhof des Naturkundemuseums Premiere.
Klar, Till Eulenspiegel kennt Im wahrsten Sinne des Wortes - jedes Kind: Aber wer war er wirklIch? Oder vielmehr: wer ist er wirklich? Denn wenn man seiner Mutter Frau Witgen alias Christiane Weidringer Glauben schenkt, ist er noch immer mitten unter uns. Seit seinem vermeintlichen Tod 1350 hat er sich nicht mehr bei Ihr gemeldet, und doch ist sie der festen Überzeugung, dass einer, der mit den Füßen nach ob begraben wurde, diese Lage nur als Ausgangsstellung für neue Streiche nutzen kann. Eine Mutter spürt das. Und so reist sie Ihm quasi hinterher, an die Stätten seines Schabernacks, von dem auch Erfurt nicht verschont blieb. In ihrer Kiepe trägt sie alles mit sich, was ihr bei der Spurensuche hilfreich sein könnte: Erinnerungsstücke, Wunderpillen, Musik, Puppen und viele Geschichten und Späße Ihres närrieschen Sohnes in der Hoffnung, Hinweise auf seinen aktuellen Aufenthaltsort zu erhalten.
Till Eulenspiegels Streiche spiegeln den uralten Volkshumor der Deutschen wider. Er ist mehr als nur eine Spaßfigur, die so einfach von der Bühne des Lebens verschwinden könnte. Nur äußerlich ein Gaukler, ist er tatsächlich seinen Mitmenschen an Geisteskraft, Durchblick und Witz überlegen.
Umso wichtiger scheint es, in den kommenden Wochen die Augen offen zu halten. Wo ist der Narr, der uns den Spiegel vorhält?"

(Matthias Huth, Thüringer Allgemeine)...Es ist ein hinreißender und zu Recht bejubelter Abend. Denn Christiane Weidringer spielt und lebt die Geschichte des Schalks in den unterschiedlichsten Rollen aus und läuft dabei unter der bewährten und klugen Regie von Harald Richter zu solistischer Höchstform auf...

(Barbara Kaiser, Uelzen)...Mit szenischem Wagemut und einem alles verquirlenden Griff in die Register, die eine kleine Puppenbühne leisten kann, füllt Christiane Weidringer den Raum, spielt mit dem Publikum und animiert es zum Mitmachen. Tapfer, poetisch, derb auch und sogar berückend verletzlich. Vor allem, wenn sie singt... ...Theater ist ein Lüge, die die Wahrheit erzählt...